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Blick vom Hauptgebäude über Kabul zum Hindukusch

 


HERRES

 CHAMPAGNERSTOLLEN


FÜR

DEUTSCHE TRUPPEN IN

 KABUL
 

Gesucht: Weihnachtsgebäck für die Soldaten in Kabul

Kabul. (02.12. / eb) Weihnachten fern der Heimat in Afghanistan? Für unsere Soldaten am Hindukusch graue Realität. Deshalb wendet sich Oberleutnant Jan Hausch vom Einsatzgeschwaders 2 der Deutschen Luftwaffe mit einer herzlichen Bitte an Deutschlands Bäcker: 
«Oberst Fürnrohr plant, für seine rund 500 Soldaten am 24. Dezember einen Weihnachtsmarkt auf dem Kabul International Airport auszurichten. Damit hofft der Oberst, seinen Soldaten wenigstens am Heiligen Abend ein Gefühl von Heimat vermitteln zu können. Leider sind unsere finanziellen Mittel begrenzt, so dass wir noch Sponsoren suchen. Über eine Unterstützung in Form von Weihnachtsgebäck jeder Art würden sich alle hier stationierten Soldaten sehr freuen.»
Der Einsatz am Hindukusch dient der Friedenssicherung und kommt den dort lebenden Volksgruppen zugute. Unterstützen Sie das friedliche Engagement des Einsatzgeschwaders 2 -- spenden Sie Stollen und Spekulatius, Lebkuchen und Printen. Wie Sie Ihre Leckereien nach Kabul schaffen lassen können, erkllärt Ihnen Oberleutnant Hausch gerne persönlich -- Anruf genügt.
 

Mit dieser Meldung im Internet fing alles an.


Wir setzten uns mit Oberleutnant Hausch in Kabul in Verbindung und entschlossen uns 50 Champagnerstollen für die deutschen Soldaten nach Kabul zu spenden.
Aber wie so vieles im Leben, es ist nicht alles so einfach wie im ersten Moment gedacht. Ich bekam eine Adresse von Oberleutnant Hausch, wo ich die Champagnerstollen hinliefern sollte, damit sie von dort in die Einsatzgebiete der Bundeswehr weiter geleitet werden können.
Diese Depot befand sich in Darmstadt. Damit die Champagnerstollen auch wohlbehalten dort ankommen sollten, entschlossen wir uns, sie dort persönlich abzugeben.
Dort angekommen teilte man mir freundlich aber unmissverständlich mit, dass die Spenden aus Kostengründen nicht transportiert werden könnten. Zu der Zeit lagerten dort schon ½  Tonne Lebkuchen, 300 l Glühwein usw. die mit Speditionen verschickt wurden und wo die Spender noch keine Ahnung davon hatten das ihre Spenden dort im Depot schlummerten und nicht wie gedacht Richtung Kabul unterwegs seien.
„Freudig“ aber unverrichteter Dinge trat ich um im BW Jargon zu bleiben den Rückzug an.

Zuhause angekommen schickte ich sofort eine Mail nach Kabul um mich für den tollen Tripp nach Darmstadt zu bedanken.
Was aber dann passierte, ist das eigentlich wichtige, tolle und erwähnenswerte.
Der betreffende Oberleutnant schrieb mir postwendend eine Mail und rief persönlich bei uns zu Hause an um sich selbst für die „Bürokraten" in Darmstadt zu entschuldigen. Aber dabei blieb es nicht. Freitag Mittag rief ein Oberstleutnant, der die Logistik für den Afghanistan Einsatz der BW auf dem Flughafen Köln leitet bei uns an um sich abermals zu entschuldigen, und er bot mir an, das ein Tornadopilot aus Niederzissen bei uns vorbei käme, um persönlich die Stollen abzuholen und sie mit nach Köln zu nehmen und sie von dort dann weiter nach Kabul zu leiten..
Und so nahm diese Geschichte dann noch ein "happy end" und die Champagnerstollen erreichten unversehrt die deutschen Soldaten in Kabul.

Weitere Infos: Bericht der Rhein-Zeitung vom 24.12.2003
  Pressinformation der Bundeswehreinheit
                    
vom Int. Kabul Airport

 

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